Chronik der Ulmer Münzfreunde e.V.

 

Der Verein "Ulmer Münzfreunde e.V." wurde im Jahr 1957 gegründet. Die Mitgliederzahl von anfangs 8 ist bis heute auf 69 angewachsen. Von den Gründungsmitgliedern gehören noch 2 dem Verein an.

Die ersten Zusammenkünfte fanden im Gasthaus "Herrenkeller" in Ulm statt. Sie boten auch gleichzeitig die Möglichkeit zum Kauf von Münzen. Der alte, traditionsreiche "Herrenkeller" wurde natürlich für eine erste kleine Ausstellung von Münzen und Medaillen am 25. Oktober 1958 genutzt.

Am 1. September 1962 fand auf bayrischem Boden, nämlich im Sitzungssaal des Neu-Ulmer Rathauses, die zweite Ausstellung statt. Es waren die ersten Ausstellungen dieser Art, die beim Publikum auf reges Interesse stießen.

Das 3. Süddeutsche Münzsammlertreffen fand am 07 und 8. September 1968 im Bundesbahnhotel in Ulm statt. Unter anderem wurde ein Vortrag über Belagerungsmünzen und -medaillen gehalten. Außerdem konnte das Ulmer Münster, dessen Turm mit 161 Metern der höchste Kirchturm der Welt ist, oder das Stadtmuseum mit Münzkabinett besichtigt werden.

Am 4. November 1973 wagten sich die Münzfreunde an die erste Großveranstaltung und mieteten die Donauhalle, die von über 1200 Besuchern gefüllt wurde. Diese Herbstbörse hat sich etabliert und inzwischen ist eine Frühjahrsbörse hinzugekommen. Beide werden mittlerweile von den Münzfreunden dazu benutzt, ihre "Schätze" zu zeigen.

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Vereines 1977, präsentierte der Verein in einer Ausstellung eine umfangreiche Zusammenfassung von Münzen und Medaillen der Antike bis zur Gegenwart, darunter speziell das Thema Ulm. Zum 25-jährigen Jubiläum, welches im historischen Kiechelsaal des Ulmer Museums gefeiert wurde, gab es einen Festempfang der Stadt Ulm. Auf einer eigens dafür aufgestellten Spindelpresse für Zinnprägung, konnten die Besucher selbst ihre Erinnerungsmedaille herstellen.
Im Rahmen einer Abendveranstaltung mit Tombola, Musik und Tanz beging man die 30-Jahrfeier. Im Mittelpunkt stand die Ehrung der Gründungsmitglieder, die vom Vorstandsvorsitzenden Konrad Kollinger vorgenommen wurde. Eigens für diesen Anlass wurde eine Anstecknadel gefertigt, die das barocke Ulmer Wappen mit der Umschrift "Gründungsmitglied - Ulmer Münzfreunde" zeigt.

 

Zum 25-jährigen Jubiläum im Jahre 1982 wurde eine Medaille geprägt. Diese zeigt auf der Vorderseite das barocke Ulmer Stadtwappen und auf der Rückseite ein früheres Ulmer Stadtwappen mit der Umschrift "25 Jahre Ulmer Münzfreunde 1957 - 1982".

 

Eine Klippe wurde 1987 zum 30-jährigen Bestehen des Vereines geprägt. Auf deren Vorderseite ist ein Ulmer Stadtwappen mit der Umschrift "Ulmer Münzfreunde e.V. 1957 - 1987" zu sehen, die Rückseite zeigt den doppelköpfigen Adler mit Reichsapfel und Krone und die Umschrift "DA PACEM NOBIS DOMINE 1704".

 

Im Jahr 1990 beging man die Feier zur hundertjährigen Fertigstellung des Münsterhauptturmes. Eine für diesen Anlass geprägte Medaille zeigt auf der Vorderansicht das Ulmer Münster mit Stadtmauer und Metzgerturm, Umschrift "100 Jahre Vollendung des Hauptturmes am Ulmer Münster 1890 - 1990", die Rückseite zeigt das unvollendete Münster mit der Umschrift "Münster zu Ulm" sowie Baudaten.
Zum erstenmal ergab sich die Möglichkeit mit dem Verein für Briefmarkenkunde 1883 e.V. eine große Ausstellung im Haus der Begegnung in Ulm (Dreifaltigkeitskirche) auszurichten. Es wurden 30 mm Zinnronden ausgeprägt und es waren Sonderstempel für Briefmarken erhältlich. Es wurden an diesen 2 Tagen über 1300 Besucher gezählt.

 

Vom 5. bis 7. November 1993 richteten die Ulmer Münzfreunde das 28. Süddeutsche Münzsammlertreffen aus. Unter dem Motto "Ulm als Ausgangspunkt der Donauschifffahrt" eine Klippe geprägt. Diese zeigt auf der Vorderseite das barocke Ulmer Stadtwappen mit der Unschrift "28. Süddeutsches Münzsammlertreffen,
5. - 7-11.1993, Ulmer Münzfreunde e.V.", auf der Rückseite ist eine Zille und einige Wappen der Handelspartner abgebildet. Die Umschrift lautet: "Handelspartner an der Donau" und "Ulm Ausgangspunkt der Donauschifffahrt".

Über 3 Tage konnten die Besucher verschiedene Fachvorträge besuchen. Außerdem standen die Münsterturmbesichtigung, die Stadtführung, das Ulmer Museum und das Brotmuseum zur Auswahl.

 

Das 40-jährige Bestehen wurde 1997 mit einer Medaille gewürdigt. Diese zeigt auf ihrer Vorderseite das Ulmer Stadtsiegel und ein barockes Ulmer Stadtwappen mit der Umschrift "40 Jahre Ulmer Münzfreunde e.V. 1957 - 1997". Die Rückseite zeigt eine Stadtansicht mit der Umschrift "600 Jahre Schwörbrief, Ulm 1997".

   

Auch das Millennium wurde mit einer Medaille gefeiert. Auf der Vorderseite sieht man die Stadtansicht mit Münster und Feuerwerk mit der Umschrift "Millennium Ulm 2000", die Rückseite zeigt ein barockes Ulmer Stadtwappen mit der Umschrift "Ulmer Münzfreunde e.V., gegr. 1957".

 

Die 50. Ulmer Münzbörse in der Donauhalle wurde am 25. November 2001 gefeiert. Zu diesem Anlass konnten die Besucher auf einer aufgestellten Spindelpresse eine Erinnerungsmedaille prägen. Diese zeigt auf der Vorderseite Merkur und einen Helfer eine Münze schlagend, mit der Umschrift "50. Ulmer Münzenmarkt, 25. November 2001. Auf der Rückseite die Stadtansicht von Ulm, mit Stadtmauer und Münster, mit der Umschrift "Ulmer Münzfreunde e.V.".

 
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